Christof »Fifty« Höfer #73 und Nate »N8!« Kern #12 beenden den BMW BoxerCup 2019 souverän als Champion und Vizechampion

Wunderlich MOTORSPORT dominierte 2019 den BMW BoxerCup

Seit Sonntag, dem 29. September 2019, nach dem Finalrennen in Hockenheim ist es amtlich: Christof »Fifty« Höfer #73 und Nate »N8!« Kern #12 von Wunderlich MOTORSPORT haben die Trophäe des neu aufgelegten, beliebten und hart umkämpften BMW BoxerCups, der auf den legendären Motorrad-Rennstrecken Europas ausgetragen wurde, für uns nach Hause geholt. Nach Hause heißt: In die neue Wunderlich Unternehmenszentrale im Innovationspark Rheinland in Grafschaft-Ringen.

Geschäftsführer und Teammanager Frank Hoffmann: »Wir freuen uns mit „Fifty«, der BoxerCup Champion 2019 wurde, und mit »N8!«, der die Vizemeisterschaft holte, und wir gratulieren den beiden herzlich zu ihrer herausragenden Teamleistung. Beide Rennfahrer haben sich in jedem Rennen der Saison harte, leidenschaftlich motivierte, aber stets faire Schlachten geliefert und das Publikum in ihren Bann gezogen. »Fiftys« Meisterschaftssieg war dabei lange nicht ausgemacht, hat er doch in »N8!« einen ebenbürtigen Gegner gefunden. »N8!«, unser amerikanischer Haudegen, ist Boxer-Urgestein und mit dessen speziellen Eigenarten bestens vertraut. »Fiftys« Vorteil wiederum liegt in seiner ausgeprägten Streckenkenntnis. Beide sind -trotz der notwendigen Rivalität- als Sportsmänner zu einem echten Team zusammengewachsen. Was mich besonders freut: Diese für uns wichtige Meister- und Vizemeisterschaft fallen zeitlich mit der Eröffnung unserer neuen Unternehmenszentrale im Innovationspark Grafschaft Ringen zusammen. Nun haben wir gleich zwei Gründe zum Feiern!“

Kein Sieg, kein Erfolg ohne die Boxencrew!

Eins ist klar: Siegen und Erfolge haben kann nur der, dessen Mannschaft im Hintergrund die Rennmaschinen akribisch vorbereitet, während des Rennens die Stopps routiniert absolviert und im Falle von technischen Herausforderungen blitzschnell entscheidet, was zu tun ist. Im Rahmen des RLC (Reinoldus Langstreckencup am Nürburgring) hat sich ein Team aus Wunderlich Mitarbeitern verschiedener Abteilungen zusammengefunden, die unser Team mit Freude unterstützen. Im Zentrum der Boxencrew stehen drei besonnene, erfahrene, technisch versierte und kompetente Männer: Christian Reifert, Sebastian Klettke und Peter Schwellenbach.

Intime Einblicke ins BoxerCup-Team von Wunderlich MOTORSPORT

Eine kurze Geschichte vom Zylinderschleifen, von echtem Teamgeist und davon, wie man richtig schnell Boxer fährt

Von Toni Börner

Seit 2019 gibt es ihn wieder: Den BMW BoxerCup. Anders, als in der ersten Auflage im Rahmen des Motorrad-Grand-Prix, dafür mit der pfeilschnellen, seriennahen R nineT. Wunderlich gehört mit seiner Sparte BOXER-SPIRIT international zu den Anbietern mit dem größten Sortiment zum Umbauen aller Varianten der R nineT-Familie. Mit Wunderlich MOTORSPORT war man am Pikes Peak und beim Langstreckencup am Nürburgring ausgesprochen erfolgreich. Da lag es nahe, die Chance zu ergreifen, BOXER-SPIRIT und MOTORSPORT zusammenzuführen: Nate »N8!« Kern aus den USA und der ehemalige Suzuki GSX-R1000- Cup Champion Christof »Fifty« Höfer sollen um Siege und die Meisterschaft kämpfen.

»Eigentlich wollte ich keinen Rennsport mehr machen«, grinste Frank Hoffmann, Geschäftsführer von Wunderlich, noch zu Jahresbeginn. Doch der Rennsport ist ein Virus, gegen den kein Kraut gewachsen ist.« Es gab, als klar war, dass der Cup kommt, einige Gespräche, teils direkt mit BMW, über Nate Kern. Ich wusste natürlich, wer das ist. Er fährt seit Jahren BMW – und kommt dann auch noch aus Amerika, ein für uns relevanter und wichtiger Markt.«

Kern selbst ist der Boxer-Dinosaurier, jeder im Team sagt: Als Nate Kern auf die Welt kam, da hat er nach dem Boxer-Konzept gefragt. Eine Anspielung darauf, dass Kern bereits beim Ur- Boxer-Cup in Daytona und Anfang der 2000er Jahre dabei war.

»Haha«, lacht Kern, wenn man ihn darauf anspricht.« Das Fahren einer BMW-Rennmaschine mit Boxermotor am Limit fordert mich heraus und es fasziniert mich. Ich will jetzt nicht übermäßig philosophisch werden, aber ich glaube, so wie man ein Buch nicht nach seinem Umschlag beurteilen sollte, so sollte man eben ein Rennmotorrad nicht nach seiner Zylinder-Ausrichtung beurteilen.« Die Faszination für das Motorenkonzept ist bei Kern seit fast 20 Jahren ungebrochen.« Der Boxer, der irritiert die Leute richtig – und er irritiert mich selbst auch heute noch.« Besonders das spezielle Feeling hebt er dabei hervor – das sich über die Jahre nicht wesentlich verändert hat. Es ist eine Art Old-School-Feeling, wie der Amerikaner sagt, das sich beim Fahren eines Boxers einstellt, technologisch sind die R nineT top, State of the Art sozusagen – aber das Gefühl und die Technik, die notwendig sind, den Boxer gekonnt und schnell am Limit zu bewegen, das ist geblieben. Ein Balanceakt, der richtig Spaß macht.«

Doch leicht sollte es Kern nicht gemacht werden. Wunderlich schickte mit Christof Höfer einen pfeilschnellen Mann als Teamkollegen mit ins Rennen. Höfer ist ehemaliger Suzuki GSX-R1000- Cup Champion, wollte 2018 in Deutschlands Top-Klasse der IDM Superbike motiviert angreifen – aber eine komplizierte Schulterverletzung warf den Hessen aus dem Rennen.« Ich wollte dieses Jahr unbedingt meine verpasste Chance in der IDM Superbike noch mal in Angriff nehmen«, so Höfer.

»Das wollte ich auf Biegen und Brechen – aber leider hat das Budget dafür nicht gereicht.« Höfer war am Boden zerstört, ist aber ein durchweg positiver Mensch, der in seinem Leben schon einige Rückschläge hat verkraften müssen und trotzdem immer wieder seine Tiefpunkte überwinden konnte. »Wo eine Tür zu geht, gehen manchmal zwei oder drei neue Türen wieder auf«, sagt er. »Und dann kam der Anruf von Frank Hoffmann, dem Geschäftsführer von Wunderlich: Fifty, hast du nicht Lust, den BoxerCup für Wunderlich MOTORSPORT zu fahren?« Natürlich hatte er. Höfer und Hoffmann kennen sich seit Jahren, sind selbst schon Rennen gegeneinander gefahren. Und ganz nebenbei: Auf Rennen mit 1000er Vierzylindern muss er dann auch nicht verzichten, denn Wunderlich MOTORSPORT tritt auch im Reinoldus Langstrecken Cup mit der Doppel-R erfolgreich am Nürburgring an. Seit 2019 mit Höfer im Sattel.

Und auch Kern hat Erfahrung mit dem Münchener Superbike aus Berlin-Spandau. In den USA ist der Publikumsliebling BMW-Markenbotschafter für die S 1000 RR, was aber seine Liebe zum Boxer-Konzept nie gebrochen hat. Und so wurde im Team die Idee geboren: Höfer kennt die Strecke und Kern den Boxer. In den ersten Trainingssessions der Wochenenden, machen die Teamkollegen – die gleichzeitig ihre jeweils härtesten Kontrahenten sind – gemeinsame Sache. Zumindest meistens.

Nate Kern bekam gleich beim Saisonauftakt am Lausitzring eine Lektion. Ja, der »alte Hase«, der Boxer-Dino. Aber eben nicht unbedingt was die sportliche Leistungsfähigkeit anbelangt. »Man, das hatte ich nicht erwartet – da muss ich noch mal an die Geräte, so reicht meine Fitness nicht aus, um Fifty zu schlagen«, hatte der US-Amerikaner nach den ersten beiden Läufen zu Protokoll gegeben. »Ich glaube, er hat sich das alles etwas einfacher vorgestellt, als es dann tatsächlich war. Das freut mich natürlich«, kontert Fifty grinsend. Beide sprechen von gegenseitigem Respekt.« Trotzdem habe ich einen absoluten Siegesdrang und den will ich in jedem Rennen ausleben«, so Höfer. »Das hat Nate aber genauso.« Die Strecken von Höfer und die Geheimnisse des Boxer-Fahrens von Kern. Das ist der Deal der beiden Teamkollegen. Nate gibt ein paar Einblicke: »Es kommt wirklich auf die Kurve an. In langsamen Kurven musst du nicht so sehr Hang-Off fahren, in schnellen solltest du das tun. Aber du solltest nicht so viel Körper einsetzen, weil du über die Distanz müde wirst, denn diese seriennahen Boxer sind richtig schwer. Aber auch richtig dynamisch. Wenn du eine Saison lang auf einem Boxer Rennen gefahren bist, bist du ein besserer Fahrer«, ist Kern überzeugt. Im Team Wunderlich treffen seiner Meinung nach drei Generationen aufeinander. »Da gibt es den Fahrstil, den Frank verkörpert und den der jungen Generation von Fifty«, sagt Kern.« Ich bewege mich irgendwo dazwischen. Du musst den richtigen Mix treffen, aus altbewährt und aus neu.«

Frank Hoffmann will den herausfordernden Seitenhieb von Kern nicht einmal dementieren.« So ein Motorrad muss halt mit viel Körpereinsatz gefahren werden«, sagt der Wunderlich-Geschäftsführer und Teammanager, der selbst als Entwicklungspilot für den aktuellen BoxerCup mitgewirkt und getestet hat. »Da sind die jungen Burschen im Vorteil mit ihrem Hanging-Off-Stil. Die alten Haudegen fahren meinen Oldschool-Style und die kommen da nicht mehr mit. Diesem Motorrad musst du Speed abverlangen, indem du den Schwerpunkt vom Motorrad wegnimmst. Das ist nicht mehr mein Stil, das passt eher zu jüngeren Leuten. Von außen ist das aber sehr beeindruckend und spektakulär zu sehen, wie schnell die mit diesen Motorrädern fahren können.«

»Es gibt Fahrer, die haben nationale Superbike-Meisterschaften, sogar MotoGP-Rennen gewonnen – die nie Hang-Off gefahren sind oder die Buden angestellt haben«, fährt Kern fort.« Aber auf dem Boxer musst du deinen Körper einsetzen, damit die Zylinderköpfe frei bleiben, weil du weniger Schräglage fahren kannst. Wenn du nur 80 von 100 Prozent der korrekten Körperhaltung hast, setzt du mit dem Zylinder auf, denn das würde nur zu Stürzen führen. Je nach dem, mit welchem Zylinder du schleifst, entscheidet, wie du abfliegst. Wenn der linke Zylinder, der wegen des asymmetrischen Versatzes der beiden Zylinder weiter vorne sitzt als der rechte, aufsetzt, geht zuerst das Vorderrad weg. Setzt dagegen der Rechte auf, geht es hinten weg. Ich schleife mit den Zylindern nur gegen Ende eines Rennens – wenn die Kraft nachlässt und mein Körper sich gegen den Hang-Off sträubt.«

Hoffmann weiß: »Wenn der Zylinder auf den Boden kommt, dann fährt das Motorrad nicht mehr den Radius, den du eigentlich fahren willst, das war mit den »alten« BoxerCup-Maschinen auch nicht anders. Das Motorrad fährt dann einen weiten Radius und du musst dann einfach die Ruhe behalten, das dann wieder ein bisschen aus der Schräglage raus zu holen und dann den Radius fahren, den du fahren willst. Das hört sich doof an, aber irgendwie geht es. Also, Stürze sind relativ selten – und wenn, dann ist am Motorrad meist nicht viel, weil die so spartanisch ausgestattet sind. Die sind echt stabil, die Dinger. Wer in den Motorradrennsport rein schnuppern will, der ist hier genau richtig.«

Man merkt, wenn man sich mit Kern unterhält, welches Feuer dieses Gesprächsthema in ihm entfacht. Irgendwann aber bremst er sich selbst ein. »Ich will eigentlich gar nicht zu viele Geheimnisse preisgeben«, schielt er verschmitzt in Richtung des Teamkollegen Höfer. »Fifty ist jung, hungrig und einfach eine andere Generation. Die hinterfragen heute alles und wollen alles ganz genau wissen. Ich habe alles, was ich über den Boxer weiß, von Stephane Mertens gelernt – aber der hat mir da nichts erzählt, sondern ich habe mir das im ursprünglichen BoxerCup auf der Strecke bei ihm abgeschaut. Seit 2004 bin ich nichts anderes mehr als BMW gefahren.«

Höfer weiß, dass er noch viel lernen kann – wenngleich er sich als Dominator des BoxerCup 2019 entwickelt und die meisten Rennen gewonnen hat. »Ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen und aufhören soll«, sagt er mit Hinblick auf die Unterschiede aus den 1000 ccm-Bikes, die er bisher gefahren ist, zur R nineT. Als erstes seien da natürlich die Zylinder. »Die kucken ziemlich weit raus«, lacht er.« Dann ist da das Aufstellmoment beim Gas geben. Dadurch kannst du Rechtskurven in einem anderen Radius fahren, als Linkskurven.« Insgesamt sei es ein Männer-Motorrad – oder ein Kenner-Motorrad, denn auch eine Anti-Hopping-Kupplung gibt es nicht.« Das Motorrad macht sehr viel Spaß, aber es ist sehr tricky. Mit einem Superbike hat es nichts gemein, außer, dass der Gasgriff weiter rechts ist. Da ist US-American-Boxer-Star Nate genau der richtige Mann, von dem ich viel lernen kann.«

Das Saison-Finale auf dem Hockenheimring im Replay

Die vergangenen Rennen im BMW BoxerCup:

Höfer siegt und baut Tabellenführung aus

Ein weiteres erfolgreiches Wochenende für das Wunderlich MOTORSPORT Team im BMW Motorrad BoxerCup promoted by Wilbers im Rahmen der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM): Christof „Fifty“ Höfer #73 hat den Einzel-Lauf am Sonntag souverän von der Pole-Position aus gewonnen. Sein Teamkollege Nate „N8!“ Kern #12 aus den USA wurde zweiter. Fest steht: Wunderlich MOTORSPORT wird den Meistertitel im BoxerCup 2019 holen!

Assen ist bekanntlich immer ein Tanz auf Messers Schneide, was die Witterungsbedingungen angeht und das war auch bei der diesjährigen fünften Saisonstation zum BoxerCup der Fall. Sowohl der Freitag als auch der Samstag wurden immer wieder von Regenschauern heimgesucht. 

Besonders schwer traf es die BoxerCup-Piloten am Samstag: Nach Regen und einer Ölspur musste der Lauf abgesagt werden. Zwar wurde den R nineT Racern die Ausweichmöglichkeit auf Sonntag geboten, doch dies wurde vom Cup einstimmig abgelehnt. So blieb es beim Einzelrennen am Sonntag. Eine Laufabsage gab es schon in Zolder nach einem ähnlichen Szenario.

Erneut lief es hier auf einen harten Fight der Wunderlich MOTORSPORT Teamkollegen Christof Höfer und Nate Kern hinaus. Im ersten Renndrittel schenkten sich beide nichts und es kam zu mehreren Überholmanövern. Gegen Rennhalbzeit stellten sich bei Kern aber starke Schmerzen im rechten Unterarm ein, so dass er Höfer ziehen lassen musste. 

Höfer feierte damit den sechsten Saisonsieg im achten Rennen – und das siebte Podest. Vor dem Finale in Hockenheim liegt Höfer mit 181 Punkten an der Spitze der BoxerCup-Zwischenwertung, Kern ist mit 31 Punkten Rückstand Zweiter. Am Hockenheimring stehen noch einmal 50 Punkte zur Vergabe. 

Christof Höfer:
„Das Assen-Wochenende war für mich eine ziemliche Zitter-Partie, weil ich ja bekanntlich nicht der größte Regen-Fan bin und dann hatten wir ständig unbeständiges Wetter und permanenten Wechsel zwischen Trockenheit und Regen. Im Regen am Freitag konnte ich mich etwas mit der Strecke vertraut machen, aber das ist gar nicht mein Terrain, da muss ich noch deutlich besser werden. Das Quali war dann zum Glück im Trockenen und ich konnte die Pole herausfahren. Im Rennen am Sonntag bin ich sau-schnell in meinen Flow hineingekommen, war top-fokussiert, hatte ein super Gefühl und fühlte mich Top-Fit. In den ersten Runden haben Nate und ich einen heftigen – aber fairen – Zweikampf gehabt. Als ich an ihm vorbei war, konnte ich mich absetzen und zur Rennmitte habe ich gemerkt, dass ich davonfahren konnte. Trotzdem habe ich noch mal gepusht. Ich will diesen Meister-Titel unbedingt und fahre jetzt mit 31 Punkten Vorsprung nach Hockenheim. Dort gilt‘s!“

Nate Kern:
„Heute muss ich mich bei Frank Hoffmann und dem Team entschuldigen. Wir hatten definitiv die Pace, um eine gute Show und ein gutes Rennen wie zuletzt abzuliefern, aber zum zweiten Mal in diesem Jahr hat mich mein rechter Arm im Stich gelassen. Ab der sechsten Runde hatte ich schweres Arm-Pump. Das ist schade, aber es ist, wie es ist. Ich konnte dann nicht mehr viel mehr machen, als den zweiten Platz heim zu bringen. Fifty ist ein makelloses Rennen gefahren und er war heute auf dem besten Level, das ich in der ganzen Saison von ihm gesehen habe. Wir konzentrieren uns jetzt auf Hockenheim und ich werde bereit sein, dort eine letzte Show und einen harten Fight zu liefern.“

Frank Hoffmann (Geschäftsführer der Wunderlich GmbH, Teammanager Wunderlich MOTORSPORT):
„Da denkt man nach der Absage von Zolder: Das passiert jetzt nicht gleich wieder – und dann dauert das nur drei Wochenenden. Am Ende aber haben die Organisatoren mit der Absage richtig gehandelt und uns angeboten, das Rennen am Sonntag nach zu holen. Da es in dem Zeitfenster dann am Ende geregnet hätte, war die Entscheidung, nicht zu fahren, doch nicht so verkehrt. Fifty und Nate haben das Feld wieder dominiert und sind in ihrer eigenen Welt gefahren. Einerseits ist es natürlich schade, dass Nate nach dem Arm-Pump-Problem nicht an Fifty dran bleiben konnte, auf der anderen Seite aber war das für unsere Nerven an der Box jedoch gut – die ersten Runden waren schon wieder von zahlreichen haarigen Manövern gespickt, das hat gereicht. In Hockenheim werden die Beiden jetzt sicher noch einmal alles geben. Es steht ja bereits jetzt fest, dass Wunderlich MOTORSPORT den Meistertitel holen wird – aber Nate könnte noch Rang zwei verlieren. Das wollen wir unter allen Umständen verhindern und das Doppel feiern!“ 

Wunderlich MOTORSPORT dominiert BMW BoxerCup am Schleizer Dreieck im Rahmen der IDM

Unser Wunderlich MOTORSPORT Team mit den Fahrern Nate Kern und Christof „Fifty“ Höfer war mit den BMW R nineT Racer Maschinen am Schleizer Dreieck bei der dritten Saisonstation zum BMW Motorrad BoxerCup promoted by Wilbers erneut nicht zu stoppen. Beide Fahrer holten jeweils einen Laufsieg.

Das Schleizer Dreieck in Thüringen ist in Kreisen der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) das Highlight der Saison. Hier pilgern zehntausende Fans an die älteste und beliebteste Naturrennstrecke Deutschlands. Das 3,805 Kilometer lange Dreiecksrennen wird auf einer Hybrid-Piste aus gesperrten, öffentlichen Straßen mit Kiesbetten und einem Motodrom-Abschnitt gefahren und ist daher beliebt und berüchtigt. Es ist das IDM-Rennen im Jahr mit dem größten Zeltplatz und den meisten Fans.

Und so waren der US-Amerikaner Nate „N8!“ Kern #12 und der Hesse Christof „Fifty“ Höfer #73 natürlich bis zu den Haarspitzen motiviert, unsere Fahne im BoxerCup hoch zu halten. Bereits im Qualifying konnten Beide wieder herausragende Leistungen abrufen und Kern sicherte sich die Pole-Position, knappe 0,107 Sekunden vor Höfer. Wie schon so oft in diesem Jahr, fuhren unsere Wunderlich-Piloten außer Konkurrenz.

Abermals sollten die Beiden dann den Sieg unter sich ausmachen – sehr zum Leidwesen von Teamchef Frank Hoffmann, dem die Nervosität sichtlich anzumerken war. Hatte Höfer noch den Start „versemmelt“, konnte er sich bis zum Ende der zweiten Runde schon wieder auf Rang zwei und an Kern herankämpfen. Fortan wechselten beide mehrfach die Führung und erst auf den letzten Metern fiel die Entscheidung für Kern, der damit seinen ersten Laufsieg im BMW BoxerCup 2019 feierte.

Im zweiten Rennen erwischten sowohl Kern, als auch Höfer den Start und die erste Runde nicht optimal, im zweiten Umlauf war dann die „Cup-Hackordnung“ wiederhergestellt. Höfer beobachtete Kern bis zur Mitte des Rennens und ging dann an diesem vorbei und sicherte sich seinen vierten Saisonsieg. Derweil hatte Kern noch mit Marvin Jürgens einen neuen Gegner gefunden, den er aber auch auf die letzten Runden in den Griff bekam.

Nach der Halbzeit von drei von sechs gefahrenen Rennen, hält sich Höfer mit 120 Punkten weiter an der Spitze der Gesamtwertung. Teamkollege Kern (85) ist mit 35 Zählern Rückstand Zweiter, nur einen Punkt vor Jürgens (84).

Der nächste Lauf zum BMW Motorrad BoxerCup promoted by Wilbers findet am Wochenende vom 09. bis 11. August im Tschechischen Automotodrom Most statt.

Christof Höfer:
„Es war ein unfassbar grandioses Wochenende in Schleiz, wie immer! An die 30.000 Leute waren über das Wochenende da und die Ränge sind voll, die Stimmung ist geil, und die Fans zelebrieren in Schleiz einfach den Rennsport. Als Fahrer ist es eine Ehre, dort zu fahren, das ist einmalig. Nate und ich haben gebattelt und gefightet bis auf die Unterhose. Im ersten Rennen haben wir uns wieder mehrfach überholt und sind quasi auf einem DIN-A4-Blatt gefahren, uns hättest du mit einem Handtuch abdecken können. Ich bin als Führender in die letzte Runde eingebogen und habe versucht, die Tür überall zu zumachen, bin Kampflinie gefahren – aber dann hat er in die Seng rein im sechsten Gang bei Vollgas ein Manöver gestartet, mit dem ich absolut nicht gerechnet hätte und somit war er durch und konnte gewinnen. Daher war ich im zweiten Rennen noch motivierter, zu gewinnen. Ich wollte meinem Fanclub, meinen Freunden und der Familie einfach einen Sieg schenken. Wir hatten wieder einen tollen Zweikampf und am Ende konnte ich mich dann absetzen. Es ist auch toll zu sehen, dass Marvin Jürgens zu uns aufgeschlossen hat und wir noch härtere Battles und Konkurrenz bekommen.“

Nate Kern:
„Was für ein Wochenende, was für eine Rennstrecke! Ich war das erste Mal in Schleiz und die Fans sind wirklich herausragend! Die Piste selbst war jetzt für mich kein Problem, in den USA haben wir Strecken, die sind weitaus gefährlicher. Es hat hier richtig Spaß gemacht, eine Männer-Strecke. Natürlich freue ich mich über den Sieg und den zweiten Platz. Auch ist es toll zu sehen, dass die Luft dünner wird und ich nicht mehr nur mit Fifty kämpfe, sondern das Feld enger zusammenrückt. So soll es sein! Ich freue mich jetzt schon auf Most!“

Frank Hoffmann:
„Wenn deine Fahrer zwei Mal auf eins und zwei landen, dann ist das natürlich ein perfektes Wochenende – aber als Teamchef bist du auch froh, wenn es vorbei und alles gut gegangen ist. Nate und Fifty haben sich in keinem der Rennen irgendwas geschenkt und da bleibt dir in der Box nichts anderes übrig, als Fingernägel zu kauen und zu hoffen. Beide sind aber erfahrene Vollblut-Racer und wissen genau, was sie können. Es ist auch schön, dass die beiden im zweiten Lauf dann noch Konkurrenz bekommen haben, Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft. Alles in allem haben sie ihre Position in der Meisterschaft gefestigt und den Vorsprung ausgebaut. Wir sind sehr zufrieden.“
 

„Kurioses“ Wochenende in Zolder für Wunderlich MOTORSPORT

Das Wunderlich MOTORSPORT BMW Motorrad BoxerCup Racing Team erlebte bei der zweiten Saisonstation im belgischen Zolder Höhen und Tiefen – aber auch Kurioses.

Während Christof „Fifty“ Höfer im ersten Lauf die volle Punktzahl erntete, musste das zweite Rennen am Sonntag – bei bestem Motorradwetter – abgesagt werden. Grund war der Zustand der Rennstrecke, die wegen mehrerer Ölspuren nicht mehr sicher befahrbar gewesen wäre.

Zolder in Belgien war die zweite Saisonstation für den neuen BMW Motorrad BoxerCup und das Wunderlich MOTORSPORT Team mit den R NineT-Piloten Christof Höfer (GER) und Nate Kern (USA). Am Ende konnte man sich über weitere, volle 25 Meisterschaftspunkte für Höfer freuen, Kern schied im ersten Lauf aus. Der zweite Lauf wurde aufgrund der Sicherheitslage wegen mehrerer Ölspuren aus vorangegangen Rennen nicht mehr gestartet und abgesagt. 

Für den US-Amerikaner Kern war Zolder eine weitere neue Strecke, auf der er noch nie zuvor gefahren war. Als Teamplayer machte er mit seinem Teamkollegen Höfer, der ihn am Lausitzring zwei Mal geschlagen hatte, auf den Weg, die Piste kennen zu lernen. Beide wechselten sich in den freien Trainings vom Freitag ab, und zeigten dem jeweils anderen „was sie drauf haben“. Während Höfer die europäischen Pisten alle kennt, ist der US-Amerikaner Kern ausgesprochener Boxer-Spezialist.

Doch Höfer und Kern staunten nicht schlecht, als es nach dem Qualifying „nur“ die Startplätze zwei und drei gab: Mit Arie Vos war ein großes Kaliber als Gaststarter dabei. Der Niederländer gewann sechs nationale Titel in seiner Heimat und war auch IDM-Superbike-Laufsieger. Dass er im Qualifying über eine halbe Sekunde schneller fuhr, als das Wunderlich MOTORSPORT Duo wurmte beide Piloten – weckte ihren sportlichen Ehrgeiz und spornte sie an. Kern war am Ende um 0,018 Sekunden hauchdünn schneller als „Fifty“ und stellte seine R-Nine-T auf Startplatz zwei. 

Im Rennen selbst plagten Kern technische Probleme, die ihn zwangen, seinen Boxer kurz vor dem Start abzustellen. Der US-Amerikaner wurde in die Boxengasse zurück geschoben, wo er die Kupplung nachjustierte – und dann dem Feld hinterher eilen wollte. Dabei – voller Adrenalin – übersah er ein Zeichen der Rennleitung und wurde anschließend disqualifiziert. Ein Fehler, für den er sich im Anschluss sofort entschuldigte. 

Höfer fuhr derweil sein Rennen nicht nur zu Ende, sondern auch mit Köpfchen. Der Deutsche blieb am Niederländer Arie Vos und am Belgier Bram Lambrecht dran, die vorn um den Sieg kämpften. Dies schaute sich „Fifty“ aus der Logenposition an, wohlwissend, dass ihm der dritte Platz im Rennen hinter den beiden Gaststartern ebenfalls die volle Punktzahl einbringen würde. 
Nach drei gefahrenen Rennen konnte Höfer seinen Vorsprung in der Gesamtwertung nun auf 23 Zähler ausbauen. Er hat 75 Punkte gesammelt und liegt vor Marvin Jürgens (52), Teamkollege Kern hat 40 Punkte und ist Dritter. 

Christof Höfer:
„Ich habe mich auf Zolder sehr, sehr gefreut gehabt und bin da auch mit einem sehr guten Bauchgefühl angereist, weil mir die Strecke sehr gut gefällt. Das ist einmal etwas sehr außergewöhnliches, mit einem speziellen Charakter mit vielen verschiedenen Elementen. Der Freitag verlief sehr gut, da war ich vor Arie Vos und meinem Teamkollegen – und härtesten Kontrahenten – Nate Kern. Am Samstag haben noch einmal alle das Tempo angezogen und da konnte sich Arie Vos mit seiner Klasse und Erfahrung auf Eins durchsetzen und war eine halbe Sekunde vor uns. Nate und ich lagen genau dahinter – und wieder nur durch 0,01 Sekunden getrennt, was alle Voraussetzungen für spannende Rennen geboten hat. Im ersten Lauf hatte Nate aber leider einen technischen Defekt und ich konnte das Rennen hinter den beiden Gaststartern safe zu Ende fahren – und habe dafür die Punkte für den Sieg mitgenommen. Ich wusste, dass mir der dritte Platz reicht, weil die beiden Gaststarter ja keine Zähler für die Meisterschaft bekommen, also habe ich den Kopf eingesetzt und bin keine unnötigen Risiken eingegangen. Der zweite Lauf ist dann aufgrund der Streckenverhältnisse leider abgesagt worden. Insgesamt bin ich mit dem Wochenende zufrieden. Ich habe meine Meisterschaftsführung weiter ausgebaut und bin mega happy mit dem Team, weil Basti und Peter einen Top-Job machen. Jetzt freue ich mich auf Schleiz, weil das immer ein ganz besonderes Event ist – und ich bin mega-ready für den Rest der Saison.“

Nate Kern:
„Hartes Wochenende. Professionell, wenngleich nicht persönlich, war es eines der besten Wochenenden aller Zeiten. Der professionelle Aspekt war, dass ich früh genug anreisen konnte und meinen Jet-Lag, der mich beim ersten Rennen am Lausitzring so geplagt hat, vorher im Griff hatte. Ich bin unglaublich dankbar, dass mir Wunderlich MOTORSPORT diese Chance gegeben hat, eher anzureisen und mich zu erholen und dann ins Rennwochenende zu gehen. Das hat sich schon in den freien Trainings ausgezahlt. Und dann war es einfach logisch, dass wir mit den Gaststartern Vos und Lambrechts eine Zusatzmotivation hatten. Beide unglaublich talentiert und für mich war es gut auch noch ein paar andere Linien in Zolder zu sehen, als nur die meines Teamkollegen. Ich freue mich, wie eng es dieses Wochenende im BoxerCup war. Ich wusste, dass die besten Zeiten im ersten Qualifying kommen würden, denn da waren Luft- und Asphalttemperaturen am geringsten und von da an sollten sie nur steigen. Im zweiten Qualifying hatte ich ein kleines, technisches Problem und bin daraufhin einfach weiter gefahren, um mir einfach das Talent in Form des mehrfachen niederländischen Meisters Arie Vos auf der Piste anzuschauen. Ich war happy mit P2 und ohne Jet-Lag auch bereit für das Rennen am Samstag. Aber ich bekam ein Problem mit der Kupplung. Das war einfach richtig, richtig schlechtes Timing. Als die Ampel an ging, musste ich eine Entscheidung treffen und da war mir die Sicherheit aller wichtiger, als meine eigene – und ich habe beide Hände gehoben. Wir haben das Motorrad von der Startaufstellung geschoben- und dann habe ich alles gegeben. Ich wollte einfach ein gutes Rennen zeigen, schneller werden und den Fans in Belgien und Europa das zeigen, warum sie da waren: Und das wäre ein richtig guter Fight geworden. Letzten Endes aber bekam ich die schwarze Flagge und das war komplett meine Schuld, geht auf keine andere Kappe – und daher möchte ich mich bei der kompletten IDM entschuldigen. Ich war ziemlich am Boden zerstört. Ich bekam vom BoxerCup das Ersatz-Motorrad, auf welches wir meine Teile und mein Setup übertragen haben. Ein neuer Tag. Sonntag hatten wir dann Pech mit den anderen Klassen und ein technisches Probleme. Wir bekamen ein paar Warmup-Runden, um uns ein Bild zu machen, und ich wäre definitiv gefahren – wollte die verlorenen Punkte wieder aufholen. Dieses Wochenende waren die wahren Sieger die Kinder von Happy Smile Foundation, die schwerkranken oder schwerstbehinderten Kindern einen unbeschwerten Tag als VIP-Gast in Zolder ermöglicht haben. Als nächstes kommt Schleiz und ich werde dort bereit sein.“ 

Frank Hoffmann, Teammanager Wunderlich MOTORSPORT
„Im ersten Rennen war es Pech für Nate mit der Kupplung. Fifty hat genau das gemacht, was ich von ihm erwartet habe. Dass natürlich ein Arie Vos als Ex-Superbike-Profi, dann noch aus den Niederlanden mit halbem Heimvorteil, sehr stark sein würde, das war klar. Und das Bram Lambrechts stark sein würde, als Belgier, das war auch klar – auch wenn wir ihn zunächst nicht auf dem Schirm gehabt haben. Die Zeiten waren dann im Rennen zwischen den dreien vorn auch relativ gleich und Fifty hat alles richtig gemacht: Er ist sicher auf Platz drei gefahren und hat die volle Punktzahl für die Meisterschaft mitgenommen – das hätte ich an seiner Stelle auch getan und das war vollständig richtig. Die Rennabsage für Lauf 2 war absolut richtig! Wenn da jemand zu Sturz gekommen wäre und sich – bestenfalls – schlimm verletzt hätte, dann hätte man mit Sicherheit auf der Tatsache herumgeritten, dass schon das vorangegangene Rennen nicht gestartet worden ist, weil wir vorher einige Motorplatzer gesehen haben. Im Falle eines Falles hätte man das zerrissen – und von daher stehe ich auch voll zu dieser Entscheidung und unterstütze, wie Rennleitung und Promoter gehandelt haben.“

Wunderlich Motorsport: Mit BOXER-SPIRIT zum BoxerCup!

Wunderlich MOTORSPORT mit perfektem Auftakt im BMW BoxerCup

Das Wunderlich MOTORSPORT  Team hat im BMW BoxerCup im Rahmen der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) auf dem Lausitzring einen perfekten Saisonstart hingelegt. Auf der BMW R nineT Racer konnte Christof „Fifty“ Höfer einen Doppelsieg feiern, sein US-amerikanischer Teamkollege Nate Kern wurde dabei zwei Mal Zweiter. Kern hatte sich zunächst noch die Pole-Position vor Höfer sichern können. 

Es war nicht nur der Saisonauftakt der IDM und des BMW BoxerCups, sondern auch die Premiere des neuen Markenpokals mit BMW R nineT Racer Maschinen. Die Zielsetzung von Wunderlich MOTORSPORT war dabei von vorn herein klar: Es soll um Siege und den Titel gekämpft werden. Dazu wurde Nate Kern aus den USA verpflichtet, der neben etlichen Superbike-Renneinsätzen bereits seit über zehn Jahren auch BMW-Boxer-Motorräder auf sämtlichen Rennstrecken schnell bewegt hat. Teamkollege Christof Höfer gewann vor zwei Jahren den Suzuki GSX-R1000-Cup und stieg letzte Saison auf BMW in die IDM Superbike auf. Nach Verletzungspech wagt Höfer nun im BoxerCup einen Neuanfang. 

Rivalität erst im Rennen

Kern und Höfer fahren zwar im gleichen Team, doch wenn es um den Sieg geht würden sich diese Beiden nichts schenken. Trotzdem arbeiteten beide in den Trainings und Qualifyings zusammen: Kern kannte den Lausitzring nicht und Höfer hatte praktisch null Erfahrung mit Boxer-Motorrädern. So machte sich das Wunderlich-Duo gegenseitig schnell und lies der Konkurrenz in den Trainings schon keine Chance. 

Im ersten Lauf erwischte Kern nicht nur den besten Start, sondern der US-Amerikaner setzte sich auch gleich von seinen Verfolgern ab. Gegen Ende des Rennens drehte Höfer richtig auf und kam immer näher. Hinzu kam dann noch der ein oder andere Verschalter Kerns und Höfer konnte sich schließlich den ersten Saisonsieg schnappen. 

Im zweiten Rennen am Sonntag lief es ähnlich: Bester Start und Führung Kern, Aufholjagd und Sieg Höfer. 

Das nächste von insgesamt sechs BMW BoxerCup Wochenenden steigt vom 21. bis 23. Juni im belgischen Zolder. 

Christof Höfer:
„Ich bin froh, dass es nach meinem Seuchenjahr jetzt wieder so geil ist. Ich habe den ganzen Winter lang extrem viel Sport gemacht und mental an mir gearbeitet. Dann habe ich von Wunderlich die Möglichkeit für den BoxerCup bekommen, was ich sehr, sehr ernst nehme. Mein größter Konkurrent, Nate Kern aus Amerika, das ist ein harter Hund, das ist eine richtige Waffe auf der Boxer. Der fährt seit zehn Jahren mit solchen Motorrädern, hat Meisterschaften gewonnen, der weiß wie es geht und das Motorrad ist ziemlich grazil zu fahren, deswegen ist mir einfach nur ein Stein vom Herzen gefallen, dass ich ihn Samstag besiegen konnte. Das hat mir im zweiten Lauf deutlich mehr Ruhe geschenkt und ich konnte ihn mir dann ein paar Runden angucken und dann sogar nochmal schneller fahren. Mir fällt einfach nur ein Stein vom Herzen.“

Nate Kern:
„Ausgezeichnet! Diese Strecke macht richtig, richtig Spaß und ich bin hier sofort super zurecht gekommen. Im ersten freien Training war ich Zweiter, im zweiten freien Training dann Erster. Auch das Qualifying war großartig. Aber ich glaube, dass ich dem jungen Typen hier, dem Local-Kid, auch viel geholfen habe – er ist richtig, richtig gut und hat eine Menge Talent. Trotzdem wollte ich natürlich immer vor ihm sein, aber in den Rennen dann… naja, vor Zolder muss ich wohl noch mal ein wenig an meinem Kardio arbeiten…“
Team Manager Frank Hoffmann zum Rennwochenende in der Lausitz des BoxerCup 2019: „Wir sind überglücklich, dass beide Fahrer auf Augenhöhe arbeiten und uns mit Ihrer Routine und Erfahrung geholfen haben die Motorräder auf ein hohes Niveau zu bringen. Wir freuen uns auf die nächsten Rennen.“


Wunderlich MOTORSPORT mit gleich zwei erfolgversprechenden Fahrern beim BMW BoxerCup am Lausitzring

Die Karten sind gemischt für die zweite Auflage des BMW BoxerCups! Die beiden Wunderlich R nineT Racer stehen auf der Bühne und werden von den Rennmechanikern einem letzten Check unterzogen. Sie sind vorbereitet für den ersten Lauf des neu aufgelegten BMW BoxerCups am Lausitzring. 

Vorbereitet haben sich auch unsere beiden vielversprechenden Rennfahrer Nate „N8!“ Kern, #12, und Christof „Fifty“ Höfer mit der #73. Wunderlich MOTORSPORT-Team-Manager Frank Hoffmann: „Sie sind die Eisen im Feuer des Rennsportteams von Wunderlich MOTORSPORT. Nate, waschechter Amerikaner und ein Haudegen, hat in den USA verschiedene nationale Meisterschaften auf BMW-Boxern, zuletzt auf R nineT, sehr erfolgreich bestritten und gewonnen. Genau diese tiefe Zuneigung zu den legendären großen bayerischen Boxern treibt ihn an, sich nun im BMW BoxerCup mit den anderen Racern in Europa zu messen. Ganz nebenbei ist Nate Kern in den USA renommierter BMW Motorrad-Ambassodor für die S 1000 RR“. 

Zusammen mit Nate hält der IDM-erfahrene Christof „Fifty“ Höfer die Fahne für Wunderlich MOTORSPORT hoch. „Fifty, Blogger, 17er Champion im GSX-R 1000 Cup und auf der Doppel-R für Wunderlich im RLC auf der Langstrecke unterwegs, freut sich wie Bolle auf den dicken Zweizylinder, der sich ganz anders anfühlt als die Vierzylinder. Anders als Nate ist der Boxer für ihn Neuland. Aber man sieht ihm die Freude an, sich der Herausforderung des drehmomentstarken Zweizylinders zu stellen“ ergänzt Hoffmann. 

So unterschiedlich die Teilnehmer aus Deutschland, der Schweiz, Belgien und den USA im BMW BoxerCup sind, die Cup-Motorräder sind technisch identisch. Und so ist der BoxerCup eine spannende Fahrermeisterschaft, bei der Mut und Können, Fahrtechnik und Durchsetzungsvermögen rennentscheidend sein werden. Umso spannender wird das erste Rennen werden, wenn alle Racer das erste Mal aufeinandertreffen werden.

Als einer der exklusiven Sponsoren steuert der BMW-Veredler Wunderlich seine bewährten Kardan- und Achsschutzpads, das Ölkühler-Schutzgitter, die Verkleidungsscheibe TT, die Scheinwerfer Abdeckung TT sowie die Startnummerntafel für die R nineT bei. 

In Deutschland ist die Serie vom 17.-19.05.2019 am Lausitzring, vom 26.-28.07.2019 in Schleiz und vom 27.-29.09.2019 in Hockenheim zu sehen. Weitere Läufe finden u.a. in Zolder (BE / 21.-23.06.2019), Most (CZ / 09.-11.08.2019) und Assen (NL / 06.-08.09.2019) statt.

Nate Kern: Der amerikanische Rennfahrer startet mit Wunderlich MOTORSPORT beim BMW BoxerCup 2019

Frank Hoffmann gibt offiziell bekannt, dass Nate „N8!“ Kern alle Rennen des BMW BoxerCup für Wunderlich MOTORSPORT bestreiten wird.

Nicht erst seit 2016 ist Nate Kern in der deutschen Öffentlichkeit bekannt, als er zum Publikumsliebling beim Glemseck 101 auf einer R nineT avancierte. Sein Auftritt auf der 1/8-Meile war leidenschaftlich und überzeugend und entsprach seinem Credo: „Man muss sich nicht entscheiden, ob man Spaß oder Erfolg haben möchte. Es geht beides!“ Ein Rennfahrer zum Anfassen!

Aber Nate Kern ist nicht nur auf die 1/8-Meile eingestellt. Er ist vor allem in den USA ein Publikumsheld. Diejenigen, die seine Geschichte kennen, wissen, welch begeisterter Motorradrennfahrer er ist: Er hatte 2003 den Durchbruch beim ursprünglichen BMW BoxerCup Daytona. Seitdem hat er mit neun verschiedenen BMW Modelle Siege oder Podestplätze eingefahren! Nate hat auch die Einführung der BMW S 1000 Doppel-R unterstützt und ist derzeitig der offizielle S 1000 RR-Botschafter in den USA. Seit er im Rahmen der All New BMW die S 1000 RR überall in den USA vorgestellt hat, liebt er die Herausforderung ausgedehnter Reisen und neuer Strecken.

Seine Karriere ist eng mit BMW Motorrad verbunden, besonders mit dem Boxer und seinem Erbe. Unter anderem gewann er mit CCS, ASRA, WERA und AHRMA, mehrere regionale und nationale Meisterschaften und Championships. Die extrem konkurrenzfähige ASRA Pro Thunderbike National gewann Nate mit einem Boxer. Die Serie war bis zu diesem Zeitpunkt fest in den Händen von Buell gewesen. Und vor kurzem konnte man ihn auf einem rennbereiten BMW R nineT bestaunen, die er in den vergangenen drei Saisons erfolgreich weiterentwickelt hat und die ihn für die Teilnahme in die spannende Rennserie BMW BoxerCup in Europa inspirierte! Er hat gezeigt, dass die R nineT nicht nur gut für die Strecke ist, sondern dass sie in den richtigen Händen schnell genug ist, um andere Zweizylinder-Rennmaschinen zu schlagen. Der Mann hat definitiv eine starke Schwäche für BMW Motorräder und insbesondere für den Boxermotor.

Nun kommt er zurück nach Europa und fährt statt Achtelmeile am Glemseck auf unserer Wunderlich BoxerCup-R nineT Rundstreckenrennen. 

Frank Hoffmann: „Wir freuen uns auf Nate, der auf der R nineT erstaunlich schnell ist! Neben Nate Kern haben wir im Januar den Sieger des Suzuki GSX 1000 Cup 2017, Christof „Fifty“ Höfer, für 2019 verpflichtet. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen und wir freuen uns auf eine vielversprechende, aufregende Saison!“

Weblinks:
www.wunderlich.de
www.wunderlich-motorsport.de
www.wunderlich.de/action/wunderlich-motorsport/bmw-boxercup/

Frank Hoffmann verpflichtet Christof „Fifty“ Höfer für die Saison 2019 als Wunderlich Werksfahrer für BMW BoxerCup und RLC 

„Wir haben jedes Jahr gehofft, dass der BMW BoxerCup zustande kommt, deshalb freuen wir uns nun umso mehr, dass diese Rennserie 2019 endlich wieder am Start ist! Getoppt wird das Ganze dadurch, dass Christof „Fifty“ Höfer meine Frage, ob wir die Nummer gemeinsam durchziehen wollen, mit einem klaren „Ja“ beantwortete! Ich schätze Fifty sehr, erst recht, nachdem wir uns beide ein Rennen geliefert haben, bei dem er auch „durchgezogen hat“, als er trotz schwerer Verletzungen am Ellbogen, das Rennen zu Ende brachte. Ich schätze diese Haltung. Wir werden beim BMW BoxerCup nicht nur mit Wunderlich Motorsport als Team teilnehmen, sondern die Rennserie als Sponsor und exklusiver Ausrüster mit einigen unserer BOXER-SPIRIT-Produkte unterstützen!“ teilte Wunderlich Geschäftsführer Frank Hoffmann mit.

Die technisch absolut identischen Cup-Motorräder, die auf Basis optimierter und modifizierter BMW R nineT-Racer aufgebaut sind, werden unter anderem mit unserer

ausgerüstet. 

Doch Hoffman hat noch eine weitere Neuigkeit in petto: „Nach zuletzt zwei Meisterschaftsgewinnen 2017 und 2018 in der Endurance Klasse der RLC-Langstreckenserie am Nürburgring ziehe ich mich aus der aktiven Rennerei zurück, wobei nicht ausgeschlossen ist, dass ich als Gastfahrer ab und an dabei bin. Wunderlich Motorsport wird 2019 erneut beim RLC antreten und wir haben wie im BMW BoxerCup ein Ziel vor Augen: Die Saison erfolgreich zu beenden, beim RLC möglichst das Triple komplett zu machen.“ Das Rennteam geht mit den Fahrern Sebastian Klettke, Entwickler und Rennmechaniker bei Wunderlich, Sven Cremer, der bei Wunderlich Messen und Events organisiert und -nicht verwunderlich- mit Christof „Fifty“ Höfer an den Start. Antreten werden wir erneut auf einer in unseren Werkstätten hervorragend vorbereiteten BMW S 1000 RR. 

» Mehr Informationen über den BMW BoxerCup findet ihr hier

   
Termin:Ort:Land:
04.-06.03.2019Almeria Spanien
07.-08.03.2019Almeria Spanien
17.-19.05.2019Lausitzring Deutschland
21.-23.06.2019Zolder Belgien
26.-28.07.2019Schleiz Deutschland
09.-11.08.2019MostTschechien
06.-08.09.2019Assen Niederlande
27.-29.09.2019Hockenheimring Deutschland
Telefon: +49 (0) 26 41 30 82 0
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